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Ausnahmezustand Stimmen des Krieges

Lesetheaterprojekt

Wozu werden Kriege geführt? Wer will eigentlich Kriege führen? Und was macht die Erfahrung eines Krieges mit den Menschen? Das neue Stück „Ausnahmezustand - Stimmen des Krieges“ des Dresdner Autoren Stefan Birkefeld beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. In seinem Text lässt er dabei die Menschen zu Wort kommen, seien sie nun freiwillig oder unfreiwillig in das Geschehen verstrickt: Soldaten, Zivilisten, Industrielle, Kinder und deren Mütter, Staatsmänner und Künstler. Es entfaltet sich ein vielstimmiger Chor ihrer inneren Gedanken, Gefühle und Ängste, ihrer Erklärungsversuche und ihrer Rechtfertigungen (auch sich selbst gegenüber). Gibt es einen Ausweg aus der Gewalt? Wer will eigentlich Kriege führen? Der Text evoziert eine Antwort, die dem Staunen eines Kindes zu entstammen scheint: Keiner! Nicht nur die Opfer, auch die Täter wollen ihn nicht. Es gibt doch zwingende Gründe und Umstände. Sie glauben, keine Wahl zu haben. Aber warum? Den Opfern zwischen Luftschutzbunkern, Feuerpausen und der Trauer um Mitmenschen fehlen die Erklärungen.

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