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der allerletzte Mensch

Lesetheaterprojekt

Viele Wochen ist Ela gelaufen, immer in der Nacht, denn die Tage waren gnadenlos heiß. Nicht einen Menschen hat sie dabei getroffen. Mit einmal kam der heftige Regen, der nicht mehr aufhört. Sie konnte sich auf den höchsten Turm der Welt retten. Das Wasser ist bereits 800 Meter hoch gestiegen. Und das ist noch nicht alles. Ihr wurde vorausgesagt, dass sie den neuen Menschen gebären wird. Sie nimmt ihre Mission sehr ernst, obwohl sie davon überzeugt ist, der allerletzte Mensch zu sein.

In einem an das Absurde Theater gemahnenden Szenario und nicht ohne grimmigen Humor stellt das Stück die Frage nach der Utopie angesichts aktuell düsterer Zukunftsperspektiven. Das Geschehen ist mal poetisch, mal traurig, mal widersinnig und manchmal eben auch komisch. Am liebsten würde man ja die ganze Zeit lachen wollen, wenn‘s nicht irgendwie auch so verdammt traurig wäre!

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